Ist New York gefährlich? Ehrliche Einschätzung für Besucher

Ist New York gefährlich? Für Besucher in der Regel nicht. Die New Yorker Polizei (NYPD) zählte 2025 nur 688 Schussvorfälle, ein Rekordtief. Bei den schweren Straftaten lag die Stadt mit 121.652 Fällen rund 77 Prozent unter dem Wert von 1990. Touristen haben es eher mit Diebstahl zu tun als mit Gewalt, und die Schussvorfälle häufen sich in wenigen Wohnvierteln abseits der üblichen Routen, etwa in East New York, Brownsville und mehreren Vierteln der Bronx.
Wir bei Reolink beschäftigen uns täglich mit Sicherheit, vor allem mit der zu Hause. Für diesen Artikel haben wir deshalb die offiziellen Zahlen der NYPD ausgewertet. Und weil zu jeder Reise auch eine leere Wohnung gehört, finden Sie am Ende ein paar Hinweise, wie Sie Ihr Zuhause während der Abwesenheit im Blick behalten.
Das Wichtigste in Kürze
- Schusswaffengewalt auf Rekordtief: 2025 gab es in New York 688 Schussvorfälle, 24 Prozent weniger als im Vorjahr. 2026 sinken Morde und Schussvorfälle weiter.
- Diebstahl ist das typische Risiko: Im Polizeirevier rund um Times Square und Penn Station war 2025 mehr als jede zweite schwere Straftat ein schwerer Diebstahl. Schussvorfälle gab es dort drei.
- Gewalt ist räumlich konzentriert: Bronx und Brooklyn kamen 2025 zusammen auf 72 Prozent aller Schussvorfälle der Stadt (eigene Auswertung der NYPD-Daten).
- Subway: 2025 war das sicherste Subway-Jahr seit 2009, wenn man die Pandemiejahre ausklammert.
- Einschränkung: Gewaltkriminalität ist in US-Großstädten nach Einschätzung des Auswärtigen Amts insgesamt immer noch höher als in deutschen Großstädten.
Wie sicher ist New York aktuell?
New York ist in den Bereichen, in denen sich die meisten Besucher aufhalten, ziemlich gut organisiert. Viel Polizei, viele Menschen, viele Geschäfte, viele offene Restaurants. Times Square, Central Park, Brooklyn Bridge, SoHo, Financial District, Museen, Rooftop-Bars und Shoppingstraßen gehören zum normalen Touristenprogramm.
Die Jahresbilanz 2025, die Gouverneurin Kathy Hochul im Januar 2026 mit Zahlen der NYPD vorgestellt hat, zeigt bei den meisten Delikten einen Rückgang. Zwei Werte sind allerdings gestiegen:
Stand 6. Januar 2026. Die NYPD korrigiert ihre Zahlen nachträglich, deshalb weichen aktuelle Berichte leicht ab. Dort stehen für 2025 zum Beispiel 309 Morde.
Den Anstieg bei Vergewaltigungen führt die Behörde zum Teil darauf zurück, dass der Bundesstaat New York den Straftatbestand im September 2024 erweitert hat. Bei Morden und Schussvorfällen geht der Trend 2026 weiter nach unten: Bis zum 11. Oktober 2026 hat die NYPD 213 Morde und 508 Schussvorfälle erfasst, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 266 und 572. Der Bericht wird wöchentlich aktualisiert.
Ganz entwarnen lässt sich trotzdem nicht. Das Auswärtige Amt schreibt in seinen Sicherheitshinweisen für die USA, die Belastung durch Gewaltkriminalität sei in amerikanischen Großstädten insgesamt immer noch größer als in deutschen. Das Risiko unterscheide sich innerhalb einer Großstadt „je nach Viertel stark“, und in ärmeren Vierteln stiegen die Risiken für Reisende „insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit“.
Im Alltag merkt man deshalb weniger die Statistik als die konkrete Umgebung. Midtown am Nachmittag ist eine andere Welt als eine fast leere Subway-Station spät in der Nacht. Ob Sie sich sicher fühlen, hängt in New York mehr von Uhrzeit und Straße ab als vom Stadtteil.
Ist Manhattan sicher?
Für die meisten Besucher ja. Midtown, Upper West Side, Upper East Side, Greenwich Village, SoHo, Tribeca, Financial District und die Gegenden rund um die großen Sehenswürdigkeiten sind tagsüber sehr belebt.
Times Square ist ein gutes Beispiel. Der Platz ist vor allem voll, laut und grell. Das zeigen auch die Zahlen: Das Revier Midtown South, zu dem Times Square und Penn Station gehören, meldete 2025 3.147 schwere Straftaten. Davon waren 1.759 schwere Diebstähle, daneben gab es 548 schwere Körperverletzungen und 353 Raubdelikte, aber nur 2 Morde. Gehen Sie dort deshalb nicht mit offenem Rucksack, lockerem Handy oder sichtbarer Geldbörse durch die Menge.
Rund um Penn Station und Port Authority ist es ähnlich: viele Menschen, viel Hektik, viele Pendler. Am besten wissen Sie vorher, wohin Sie müssen, studieren nicht minutenlang mitten im Gedränge das Handy und tragen Wertsachen nah am Körper.
Harlem wird oft unnötig dramatisiert. Tagsüber sind viele Straßen völlig normal, lebendig und interessant. Ganz ohne Grundlage ist der Ruf aber nicht: Für das Revier, das den Nordosten Harlems abdeckt, meldete die NYPD für 2025 elf Morde und 17 Schussvorfälle. Abends sollten Sie dort größere Straßen nutzen und nicht planlos durch unbekannte Nebenstraßen laufen.
Welche Gegenden in New York sind gefährlich?
Gefährlich sind in New York vor allem einige Wohnviertel im Osten Brooklyns und in der Bronx, in die Touristen selten kommen. Laut einer Auswertung von Vital City fällt jedes Jahr etwa die Hälfte aller Schussvorfälle in nur 10 der 59 Gemeindebezirke (Community Districts). Zu den gewalttätigsten Gegenden zählt Vital City unter anderem Central Harlem, East New York und Brownsville. Eine Analyse von Gothamist kam für Januar 2020 bis Juni 2024 zu dem Ergebnis, dass 4 Prozent der rund 120.000 Häuserblocks fast alle Schussvorfälle der Stadt auf sich vereinen.
Die Tabelle zeigt vier der zehn Reviere mit den meisten Schussvorfällen 2025, dazu Nordost-Harlem und zum Vergleich das Revier um Times Square. Es sind absolute Zahlen, keine Werte je Einwohner.
Schussvorfälle: eigene Auswertung der NYPD-Daten auf NYC Open Data. Morde und schwere Straftaten (sieben Hauptdelikte): CompStat-Berichte der Reviere, Stand Oktober 2026.
Für Ihre Reise heißt das: Wichtiger als der Name des Stadtteils ist die Situation. Mehr Vorsicht ist angebracht bei:
- Leeren Straßen: Spätabends sind Blocks ohne offene Geschäfte, Restaurants und andere Fußgänger die unangenehmsten.
- Parks: Nach Einbruch der Dunkelheit sind Parks keine gute Abkürzung.
- Abgelegenen Subway-Eingängen: Nachts lieber die belebte Station nehmen, auch wenn sie ein paar Minuten weiter weg liegt.
- Unbekannten Gegenden: Wenn Sie weder Ziel noch Route kennen, ist nachts ein Taxi die bessere Wahl.
Die Bronx wird online trotzdem zu pauschal als Warnschild benutzt. Dort gibt es normale Wohnviertel, den Bronx Zoo, den Botanischen Garten und viele Orte, die tagsüber kein Thema sind. Die schweren Straftaten sind in der Bronx bis Ende August 2026 um 11,9 Prozent gesunken, stärker als in jedem anderen Bezirk. Wer zum ersten Mal dort ist, fährt trotzdem besser tagsüber und mit festem Ziel hin, kennt den Rückweg und steigt nachts nicht irgendwo aus, um spontan herumzulaufen.
Brooklyn und Queens sind ebenfalls sehr unterschiedlich. Williamsburg, DUMBO, Brooklyn Heights, Long Island City oder Astoria fühlen sich für viele Besucher völlig entspannt an. Andere Gegenden sind weniger touristisch und nachts nicht ideal für zielloses Erkunden. Eine Rangliste der US-Städte mit den höchsten Gewaltkriminalitätsraten finden Sie in unserem Überblick über die gefährlichsten Städte in den USA. New York gehört nicht zu den ersten zehn.
Ist die New Yorker Subway sicher?
Ja, für Besucher ist die Subway gut nutzbar. Sie ist nicht glamourös, nicht immer sauber, manchmal laut und manchmal schräg, aber tagsüber und auf vollen Linien die praktischste Art, durch die Stadt zu kommen. 2025 zählte die NYPD dort 2.160 schwere Straftaten, 4 Prozent weniger als im Vorjahr. Schwere Taschendiebstähle gingen von 217 auf 122 zurück. Je Million Fahrgäste waren es nach Angaben der Gouverneurin 1,65 schwere Straftaten (Stand Dezember 2025). 2026 sinken die Zahlen in der Subway allerdings nicht weiter, bis Mitte Oktober lagen sie leicht über dem Vorjahr.
Nachts empfehlen wir, bequemer zu planen. Wenn die Station leer ist, der Umstieg lange dauert oder Sie sich in der Gegend nicht auskennen, ist ein Taxi oder Fahrdienst oft einfach die bessere Wahl.
Ein paar Dinge helfen sofort:
- Bahnsteig: Warten Sie dort, wo andere Fahrgäste stehen, und meiden Sie das leere Ende.
- Waggon: Steigen Sie lieber in gut besetzte Wagen.
- Handy: Halten Sie es an der Tür nicht locker in der Hand.
- Kante: Halten Sie Abstand zur Bahnsteigkante.
- Bauchgefühl: Wechseln Sie bei einem unguten Gefühl den Waggon oder steigen Sie aus.
Diese Regeln gelten in jeder Großstadt, auch an deutschen Hauptbahnhöfen.
Worauf sollten Touristen in New York achten?
Touristen sollten in New York vor allem auf ihre Wertsachen achten und ihre Wege für den Abend vorher planen. Das deckt sich mit den Hinweisen des Auswärtigen Amts, das für US-Großstädte rät, Taschen zu verschließen und nur das Bargeld mitzunehmen, das man für den Tag braucht. Reisepass, größere Bargeldbeträge und die Ersatzkarte gehören beim Sightseeing also nicht in die Jackentasche.
Im Notfall wählen Sie 911, die Nummer gilt für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Die städtische Servicenummer 311 ist nur für nicht dringende Anliegen gedacht.
Lassen Sie sich nicht von jedem komischen Moment stressen. New York ist laut, direkt und manchmal seltsam. Nicht jede schräge Begegnung ist gefährlich, und meistens reicht es, weiterzugehen, Abstand zu halten und sich auf keine Diskussion einzulassen. Wie es in einer anderen US-Metropole aussieht, lesen Sie in unserem Artikel Ist San Francisco gefährlich?
Wie behalten Sie Ihr Zuhause während der Reise im Blick?
Wer nach New York fliegt, lässt seine Wohnung oft eine oder zwei Wochen leer. Eine Reolink Überwachungskamera zeigt Ihnen per App, was in dieser Zeit zu Hause passiert, auch von New York aus. Modelle mit Personenerkennung unterscheiden Menschen von anderen Bewegungen, sodass Sie nicht jede Änderung im Bild prüfen müssen. Je nach Modell speichern unsere Kameras lokal auf microSD-Karte oder Home Hub, ein Cloud-Abo brauchen Sie dafür nicht. Woran Einbrecher erkennen, dass niemand zu Hause ist, lesen Sie in unserem Artikel über neue Tricks der Einbrecher.
Smarte PTZ kabellose Kamera Indoor
👍355° Pan und 50° Tilt Rundumsicht für Ihr Zuhause
👍 4K UHD mit 3X optischer Zoom
👍 2-Wege-Audio & 5/2,4 GHz WLAN
👍 Live Ansicht jederzeit & überall
👍 kompatibel mit Google Assistant
Häufige Fragen zu New York
Was sollte man in New York vermeiden?
In New York sollten Sie vor allem offene Taschen, sichtbare Wertsachen, inoffizielle Taxis und Ticketkäufe auf der Straße vermeiden. Auch leere Parks, abgelegene Subway-Stationen und unbekannte Nebenstraßen sind spätabends keine gute Idee.
Ist die Bronx gefährlich?
Die Bronx ist nicht pauschal gefährlich, hat aber einige der Reviere mit den meisten Schussvorfällen der Stadt. 2025 entfielen 252 der 688 Schussvorfälle in New York auf die Bronx. Bronx Zoo, Botanischen Garten und Yankee Stadium besuchen Sie am besten tagsüber und mit festem Rückweg.
Ist Harlem gefährlich?
Harlem ist tagsüber für Besucher in der Regel unproblematisch. Im Nordosten Harlems gab es 2025 aber deutlich mehr Schussvorfälle als rund um Times Square, abends sind deshalb die großen Straßen die bessere Wahl.
Ist Brooklyn eine gute Gegend?
Das kommt auf das Viertel an. Williamsburg, DUMBO und Brooklyn Heights sind bei Besuchern beliebt und belebt. East New York und Brownsville im Osten des Bezirks gehören dagegen zu den Revieren mit den meisten Schussvorfällen der Stadt.
Ist es sicher, alleine nach New York zu reisen?
Ja, alleine nach New York zu reisen ist in der Regel gut machbar, besonders mit klarer Planung. Tagsüber sind die bekannten Viertel und Sehenswürdigkeiten meist unkompliziert. Abends helfen belebte Straßen, kurze Wege und offizielle Verkehrsmittel.
Fazit
New York ist für Touristen deutlich weniger gefährlich, als viele vorher denken. Die Zahlen bestätigen das: Schusswaffengewalt konzentriert sich auf wenige Viertel, in den Touristengegenden geht es vor allem um Diebstahl. So fühlt sich die Stadt auch an: nicht wie ein gefährlicher Film, aber auch nicht wie ein Freizeitpark.
Gehen Sie deshalb in dieser Reihenfolge vor: Wählen Sie eine Unterkunft in einem belebten Viertel, legen Sie Ihre Rückwege für den Abend vorher fest, nehmen Sie nur die Wertsachen mit, die Sie für den Tag brauchen, und wechseln Sie die Route, sobald sich eine Situation nicht gut anfühlt.
Suche
Neueste Updates abonnieren
Sicherheit News & Angebote nicht verpassen
