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Infrarot-LED: Unterschiede zwischen 850 nm und 940 nm

Kwan9/17/2026
Infrarot-LED

850-nm-Infrarot-LEDs sind für die meisten Überwachungskameras die praktischere Wahl. Kamerasensoren reagieren auf diese Wellenlänge meist empfindlicher, sodass größere Flächen heller ausgeleuchtet werden. Direkt an den LEDs kann jedoch ein schwaches rotes Glimmen sichtbar sein.

940 nm eignet sich für kurze Distanzen und besonders unauffällige Aufnahmen. Die Lichtquelle bleibt für Menschen nahezu unsichtbar, liefert bei vergleichbarer Leistung aber häufig ein dunkleres Bild mit geringerer Reichweite.

Wie funktioniert eine Infrarot-LED?

Eine Infrarot-LED beleuchtet eine dunkle Umgebung mit Licht außerhalb des gewöhnlich sichtbaren Spektrums. Dieses Licht trifft auf Personen, Tiere, Fahrzeuge und andere Oberflächen. Der Kamerasensor erfasst die Reflexionen und erstellt daraus ein Nachtbild.

Es handelt sich um aktive Beleuchtung. Das Verfahren unterscheidet sich damit grundlegend von einer Wärmebildkamera, die Temperaturunterschiede erfasst.

Bei Tageslicht sitzt vor dem Bildsensor häufig ein IR-Sperrfilter. Er verhindert, dass Infrarotstrahlung Farben verfälscht. Wechselt die Kamera in den Nachtmodus, wird der Filter entfernt oder umgeschaltet. Der Sensor kann nun das von den IR-LEDs reflektierte Licht aufnehmen.

Das Ergebnis ist normalerweise ein Schwarz-Weiß-Bild. Farbe benötigt sichtbares Restlicht oder eine zusätzliche sichtbare Beleuchtung, etwa durch Spotlights. Die Wellenlänge 850 oder 940 nm ändert daran nichts.

850 nm und 940 nm im direkten Vergleich

Merkmal 850 nm 940 nm
Sichtbarkeit der Lichtquelle Schwaches rotes Glimmen kann direkt an den LEDs sichtbar sein Für Menschen in der Regel nahezu unsichtbar
Typische Sensorleistung Höhere Empfindlichkeit bei vielen Kamerasensoren Geringere Empfindlichkeit bei vielen Standardsensoren
Praktische Reichweite Meist größer Meist kürzer
Bildhelligkeit Bei vergleichbaren Bedingungen häufig heller Häufig dunkler oder stärker verrauscht
Geeignete Distanz Mittelgroße und große Überwachungsbereiche Kurze bis mittlere Distanzen
Typische Einsatzorte Einfahrt, Garten, Hof, Parkplatz, Lagerfläche Wildbeobachtung, Innenraum, kurzer Eingangsbereich
Wirkung auf Menschen und Tiere LED-Quelle kann bemerkt werden Weniger auffällige Lichtquelle
Verfügbarkeit Bei Überwachungskameras weit verbreitet Häufig bei spezialisierten Wildkameras

Die Tabelle beschreibt eine allgemeine Tendenz. Ein starkes 940-nm-System mit abgestimmtem Sensor kann ein schwaches 850-nm-System übertreffen. Aussagekräftig ist immer das Zusammenspiel aus Kamera, Objektiv, IR-LEDs und Umgebung.

850-nm-Infrarot: mehr nutzbares Licht für den Sensor

850 nm liegt näher am sichtbaren roten Bereich. Das ausgestrahlte Infrarotlicht selbst bleibt für Menschen unsichtbar. Bei direktem Blick auf die eingeschalteten LEDs kann jedoch ein schwacher roter Punkt oder Ring erkennbar sein.

Das wird häufig falsch verstanden. Der Garten leuchtet für das menschliche Auge weiterhin dunkel. Sichtbar ist höchstens die Quelle.

Viele CMOS-Sensoren reagieren bei 850 nm empfindlicher als bei 940 nm. Die Kamera erhält dadurch mehr verwertbares Licht und kann bei gleicher Szene mit kürzerer Belichtungszeit oder niedrigerer Signalverstärkung arbeiten. Bewegte Personen erscheinen tendenziell klarer, während Bildrauschen und verschmierte Konturen geringer ausfallen können.

Deshalb dominiert 850 nm bei klassischer Videoüberwachung.

Fachbeiträge zur IR-Beleuchtung beschreiben für 850 nm ebenfalls die größere praktische Reichweite. Die tatsächliche Entfernung schwankt jedoch erheblich, denn Leistung, Abstrahlwinkel und Kameraempfindlichkeit unterscheiden sich von Gerät zu Gerät. Die pauschale Angabe eines festen Reichweitenvorteils wäre daher unseriös. Mehr über den technischen Grundvergleich

Vorteile von 850 nm

  • Größere Reichweite bei vielen Kamerasystemen
  • Meist helleres und kontrastreicheres Schwarz-Weiß-Bild
  • Gute Eignung für Einfahrten, Gärten und Grundstücksgrenzen
  • Große Auswahl kompatibler Überwachungskameras
  • Weniger Verstärkung erforderlich, sofern ausreichend IR-Licht zurückgeworfen wird

Der letzte Punkt wird bei Vergleichen oft übersehen. Mehr sichtbare Bildhelligkeit bedeutet nicht automatisch mehr echte Details. Eine passend abgestimmte IR-Beleuchtung hilft der Kamera, Bewegungen mit weniger Bildrauschen abzubilden. Das ist für eine laufende Person wesentlich nützlicher als eine helle Aufnahme, deren Gesicht durch lange Belichtung verwischt.

Nachteile von 850 nm

Der schwache rote Lichtpunkt kann die Position der Kamera verraten. An einer Hauswand ist das meist unproblematisch und teilweise sogar erwünscht, da die aktive Überwachung erkennbar wird.

Bei einer Wildkamera sieht die Sache anders aus. Einzelne Tiere könnten auf das Glimmen, ein Schaltgeräusch, menschlichen Geruch oder die Kamera selbst reagieren. Die genaue Ursache lässt sich bei einer beobachteten Reaktion selten eindeutig bestimmen.

850 nm ist damit keine Tarnlösung. Für Grundstücksschutz bleibt es trotzdem unsere bevorzugte IR-Wellenlänge, sobald Reichweite und verwertbare Bilddetails Vorrang haben.

940-nm-Infrarot: unauffällige Beleuchtung auf kürzere Distanz

940 nm liegt weiter vom sichtbaren Spektrum entfernt. Eine entsprechend konstruierte No-Glow-LED erzeugt für das menschliche Auge üblicherweise kein erkennbares rotes Glimmen. Das macht sie für Innenräume und Wildbeobachtung interessant.

Die höhere Wellenlänge bringt einen technischen Preis mit sich: Viele herkömmliche Kamerasensoren reagieren bei 940 nm schwächer. Bei vergleichbarer optischer Leistung erreicht weniger nutzbares Signal den Bildsensor. Das Bild kann dadurch dunkler werden, stärker rauschen oder eine kürzere nutzbare Distanz besitzen.

Eine allgemeine Prozentangabe hilft hier wenig. Moderne Spezial-Sensoren können gezielt auf 940 nm abgestimmt werden. Abstrahlwinkel, Blende, Belichtungszeit und Bildverarbeitung verändern das Ergebnis ebenfalls. Eine aktuelle technische Einordnung erklärt diese Abhängigkeiten ausführlich.

Vorteile von 940 nm

  • Kaum sichtbares Glimmen an der Lichtquelle
  • Geeignet für unauffällige Wildbeobachtung
  • Angenehm für kurze Innenraumaufnahmen ohne sichtbaren Lichtpunkt
  • Gute Lösung, wenn sich das Motiv nah an der Kamera befindet
  • Weniger auffällige Kameraposition bei vollständiger Dunkelheit

940 nm spielt seine Stärke auf kurze Distanz aus. Eine Wildkamera an einem Wechsel oder einer Futterstelle benötigt selten eine Ausleuchtung über mehrere Dutzend Meter. Dort ist eine ruhige, unauffällige Lichtquelle wertvoller als die maximale Reichweite.

Nachteile von 940 nm

Bei vielen Kameras sinken Helligkeit und Reichweite. Für einen langen Weg, ein entferntes Tor oder die Grundstücksgrenze ist 940 nm daher selten unsere erste Empfehlung.

Auch die Bezeichnung „No Glow“ verlangt eine realistische Einordnung. Sie bezieht sich auf die IR-Lichtquelle. Eine Statusanzeige, das Umschalten des IR-Filters oder ein leises mechanisches Geräusch können weiterhin wahrnehmbar sein. Fertigungstoleranzen und das Spektrum der eingesetzten LEDs spielen ebenfalls eine Rolle.

Absolut unsichtbar für jedes Tier ist eine zu starke Aussage.

Können Tiere 850 nm oder 940 nm sehen?

Für alle Tierarten gibt es keine einheitliche Antwort. Wahrnehmung, Verhalten und Gewöhnung unterscheiden sich. Zudem reagieren Tiere möglicherweise auf Geräusche, Gerüche, Bewegungen oder die physische Form der Kamera.

In Erfahrungsberichten wird 850 nm unterschiedlich beurteilt. Einige Nutzer beobachten Reaktionen ihrer Tiere, andere stellen bei derselben Wellenlänge keine Veränderung fest. Auch zu 940 nm gibt es keine belastbare Garantie für jede Tierart. Die Diskussionen aus der Praxis fallen entsprechend uneinheitlich aus.

Für möglichst störungsarme Wildbeobachtung würden wir trotzdem 940 nm wählen. Das sichtbare rote Glimmen entfällt weitgehend, wodurch ein möglicher Reiz reduziert wird. Platzieren Sie die Kamera einige Tage vor der eigentlichen Beobachtung und vermeiden Sie häufige Besuche am Standort. So kann sich das Tier an das Gehäuse und eventuelle Betriebsgeräusche gewöhnen.

Welche Wellenlänge passt zu welchem Einsatzort?

Einfahrt und Grundstücksgrenze

Für eine Einfahrt ist 850 nm klar im Vorteil. Die Kamera muss häufig einen Bereich von 15, 30 oder mehr Metern ausleuchten. Mehr nutzbares IR-Licht erhöht die Chance, Bewegungsabläufe, Kleidung und Fahrzeugformen über die gesamte Fläche zu erfassen.

Ein leichtes rotes Glimmen stört hier kaum. Es kann Besucher sogar darauf aufmerksam machen, dass der Bereich überwacht wird.

Montieren Sie die Kamera nicht direkt neben einer hellen Wand. Das nahe Mauerwerk wirft einen großen Teil des Infrarotlichts zurück und kann überbelichtet erscheinen, während das entfernte Tor dunkel bleibt.

Garten und Hinterhof

Bei einem mittelgroßen Garten empfehlen wir ebenfalls 850 nm. Pflanzen, feuchte Blätter und dunkle Kleidung reflektieren Infrarotlicht unterschiedlich stark. Eine höhere nutzbare Lichtleistung schafft mehr Reserve für schwierige Szenen.

Ein breiter Abstrahlwinkel ist hier meist wertvoller als ein enger, weit reichender Lichtkegel. Die IR-Beleuchtung sollte zum Sichtfeld der Kamera passen. Ein schmales IR-Licht bei einer 180°-Kamera würde nur die Bildmitte stark aufhellen.

Haustür und kurzer Zugangsbereich

Beide Wellenlängen können funktionieren. Bei einer Distanz von wenigen Metern liefert 940 nm eine unauffällige Aufnahme ohne roten LED-Ring. 850 nm bietet meist ein helleres Bild und ist bei wechselnden Abständen toleranter.

Unsere Wahl für klassische Haussicherheit bleibt 850 nm. Eine Kamera an der Haustür soll Personen zuverlässig abbilden. Die sichtbare Präsenz der Kamera ist dort üblicherweise kein Nachteil.

Innenraum und Haustierbeobachtung

940 nm passt zu kurzen Distanzen in einem dunklen Raum. Menschen und Tiere sehen keinen auffälligen roten Lichtpunkt an der Kamera. Die geringere Reichweite fällt in einem Zimmer kaum ins Gewicht.

Eine pauschale Aussage zur Reaktion von Haustieren wäre dennoch gewagt. Beobachten Sie in den ersten Nächten, ob das Tier den Standort meidet oder wiederholt auf die Kamera schaut. Dann helfen eine andere Position, deaktivierte Status-LEDs oder ein größerer Abstand zum Schlafplatz.

Wald, Futterstelle und Wildwechsel

Hier wählen wir 940 nm. Die Kamera kann nah an dem erwarteten Bewegungsbereich montiert werden, sodass zehn Meter IR-Reichweite häufig ausreichen. Die unauffällige No-Glow-Beleuchtung reduziert einen möglichen visuellen Reiz.

Für einen breiten Waldrand oder eine entfernte Wiese kann 850 nm sinnvoller sein. Sie gewinnen Reichweite, akzeptieren dafür das schwache Glimmen an der Lichtquelle. Ein Ratgeber aus dem Jagdbereich beschreibt genau diesen Zielkonflikt zwischen Distanz und unauffälliger Beleuchtung.

Lagerhalle und großes Gewerbegrundstück

850 nm ist hier die vernünftigere Lösung. Große Distanzen, hohe Montagepositionen und wenig reflektierende Flächen verlangen viel nutzbares Licht. Das rote Glimmen spielt an einer hoch montierten Kamera kaum eine Rolle.

Für große Flächen kann eine einzelne integrierte IR-Beleuchtung an ihre Grenzen kommen. Zusätzliche Beleuchtung sollte zum Sichtwinkel der Kamera passen und eine dokumentierte Eignung für den jeweiligen Sensor besitzen.

Warum die angegebene IR-Reichweite allein wenig verrät

Eine Angabe wie „bis zu 30 Meter“ beschreibt normalerweise eine maximale Ausleuchtungsdistanz unter geeigneten Bedingungen. Sie garantiert keine Gesichtserkennung auf 30 Meter.

Das ist ein erheblicher Unterschied.

Auf größere Entfernung kann die Kamera eine Person oder ein Fahrzeug erkennen und eine Benachrichtigung auslösen. Für ein identifizierbares Gesicht werden deutlich mehr Bildpunkte, günstiges Licht und ein passender Aufnahmewinkel benötigt.

Diese Faktoren verändern die nutzbare Nachtsicht:

  • Abstrahlwinkel: Ein enger IR-Kegel reicht weiter, deckt aber weniger Fläche ab.
  • Reflexion: Helle Kleidung und Kennzeichen werfen viel IR-Licht zurück. Dunkle Textilien und Vegetation können wesentlich dunkler erscheinen.
  • Montagewinkel: Nebel, Regen, Schnee, Staub und Insekten reflektieren Licht direkt vor dem Objektiv.
  • Nahe Gegenstände: Dachrinnen, Äste und Wände können den Vordergrund überbelichten.
  • Sensor und Objektiv: Blende, Pixelgröße, IR-Durchlässigkeit und Signalverarbeitung beeinflussen das Bild.
  • Bewegung: Eine lange Belichtungszeit hellt die Szene auf, lässt laufende Personen jedoch schneller verschwimmen.

Vergleichen Sie deshalb die vollständigen technischen Daten und achten Sie auf echte Nachtaufnahmen. Die Zahl der LEDs allein sagt ebenfalls wenig aus. Wenige leistungsstarke LEDs können mehr bewirken als ein großer Ring aus kleinen Leuchtdioden.

Infrarot-Nachtsicht durch ein Fenster funktioniert selten gut

Eine hinter Glas aufgestellte Kamera sollte ihre eigenen IR-LEDs deaktivieren. Fensterglas reflektiert einen Teil der Infrarotbeleuchtung direkt zurück in das Objektiv. Das Livebild zeigt dann einen hellen Schleier oder die Spiegelung der Kamera, während der Außenbereich dunkel bleibt.

Bei 850 und 940 nm tritt dieses Problem gleichermaßen auf.

Für die Überwachung durch eine Scheibe benötigen Sie ausreichend sichtbares Außenlicht oder einen externen IR-Strahler auf der anderen Seite des Fensters. Eine wetterfeste Außenkamera liefert meist das zuverlässigere Ergebnis.

Empfehlungen: Überwachungs- und Wildkameras mit guter Nachtsicht

RLC-823S2: 850 nm für große Distanzen

Reolink RLC-823S2

Smarte 4K-PTZ-PoE-Überwachungskamera mit 16X optischem Zoom

16X optischer Zoom, 360°-Abdeckung in 4K-UHD, Auto-Tracking, Farb-Nachtsicht.

Die Reolink RLC-823S2 ist unsere Empfehlung für weitläufige Grundstücke, große Einfahrten und Gewerbeflächen. Sie besitzt sieben 850-nm-IR-LEDs und bietet laut offizieller Spezifikation Schwarz-Weiß-Nachtsicht bis zu 80 Meter.

Der 16-fache optische Zoom ergänzt diese Reichweite sinnvoll. Entfernte Bereiche lassen sich optisch vergrößern, ohne ausschließlich auf einen digitalen Ausschnitt angewiesen zu sein. Das Sichtfeld verändert sich dabei horizontal von 54,2° bis 3,6°. Für einen langen Zufahrtsweg oder ein entferntes Tor ist diese Kombination deutlich nützlicher als ein extrem breites Panorama.

Die PTZ-Kamera kann um 360° schwenken, um 90° neigen und erkannte Personen, Fahrzeuge oder Tiere automatisch verfolgen. Zwei Spotlights stehen für farbige Nachtaufnahmen zur Verfügung. Schwarz-Weiß-IR und sichtbare Farbnachtsicht lassen sich damit je nach Situation einsetzen.

Geeignet für: große Grundstücke, Zufahrten, Lagerflächen, Höfe und entfernte Beobachtungspunkte.

Weniger passend für: kleine Innenräume oder diskrete Wildbeobachtung. Die Kamera ist groß, sichtbar und auf leistungsstarke Flächenüberwachung ausgelegt.

Go Ranger PT

4K 4G LTE Wildkamera mit 360° Rundum-Sicht

4G LTE Netzwerk, 4K 8MP Ultra HD, Kein Licht-IR LEDs, Personenerkennung, Tiererkennung, Zwei-Wege-Audio, Batterie-/Solarbetrieben.

Die Reolink Go Ranger PT setzt acht 940-nm-No-Glow-IR-LEDs ein. Ihre Infrarot-Nachtsicht reicht laut Produktspezifikation bis zu zehn Meter. Genau diese Kombination passt zur Beobachtung von Wildtieren an einem Wechsel, einer Futterstelle oder einem bekannten Aufenthaltsort.

Das rote Glimmen typischer 850-nm-LEDs entfällt weitgehend. Tiere werden dadurch einem visuellen Reiz weniger ausgesetzt. Die 4K-Auflösung schafft eine gute Grundlage für Details im nahen und mittleren Bereich.

Als 4G-LTE-Kamera benötigt die Go Ranger PT kein WLAN am Montageort. Ein Nano-SIM-Datentarif ist erforderlich. Der wiederaufladbare Akku kann mit einem kompatiblen Reolink Solarpanel ergänzt werden. Durch 355° Schwenken und 140° Neigen lassen sich mehrere Beobachtungspunkte kontrollieren.

Geeignet für: Waldgrundstücke, abgelegene Tierbeobachtung, Wildwechsel und Orte ohne WLAN.

Weniger passend für: lange Einfahrten oder Flächen, bei denen deutlich mehr als zehn Meter aktiv per IR ausgeleuchtet werden sollen.

Duo 3 PoE: 850 nm für breite Außenflächen

Reolink Duo 3 PoE

Bahnbrechende 16MP Dual-Objektiv PoE-Kamera

16MP UHD, Dual-Objektiv, Bewegungsspur, 180° weiter Betrachtungswinkel, PoE, Farb-Nachtsicht.

Für einen breiten Hof oder Vorgarten bietet die Reolink Duo 3 PoE eine weitere interessante Lösung. Zwei Objektive erzeugen ein 180°-Panoramabild mit 16 MP. Sechs 850-nm-IR-LEDs liefern Schwarz-Weiß-Nachtsicht bis zu 30 Meter, während acht Spotlights eine farbige Aufnahme ermöglichen.

Das breite Sichtfeld verlangt eine entsprechend breite Ausleuchtung. Hier liegt die Stärke der Duo 3 PoE: Statt einen schmalen entfernten Punkt zu beobachten, erfasst sie eine komplette Hausseite, einen Vorgarten oder eine breite Einfahrt in einem zusammenhängenden Bild.

Geeignet für: breite Grundstücksfronten, Höfe, Parkflächen und Bereiche mit mehreren seitlichen Zugängen.

Häufige Fragen zu 850 nm und 940 nm

Ist 940 nm besser als 850 nm?

940 nm ist für diskrete Aufnahmen auf kurze Distanz besser geeignet. 850 nm bietet bei vielen Überwachungskameras mehr Reichweite und ein helleres Nachtbild. Für Haus und Grundstück empfehlen wir meist 850 nm. Bei Wildkameras und unauffälliger Innenraumbeobachtung hat 940 nm klare Vorteile.

Kann man 850-nm-LEDs mit bloßem Auge sehen?

Das ausgestrahlte Infrarotlicht und die beleuchtete Szene bleiben unsichtbar. Direkt an einer aktiven 850-nm-LED kann ein schwaches rotes Glimmen wahrnehmbar sein. Sichtbarkeit und Helligkeit hängen von LED, Betrachtungswinkel, Leistung und Abstand ab.

Ist 940 nm für Tiere unsichtbar?

940-nm-No-Glow-LEDs erzeugen für Menschen kaum sichtbares Glimmen und gelten als besonders unauffällig für Wildbeobachtung. Eine Garantie für jede Tierart wäre fachlich zu weitgehend. Tiere können zusätzlich auf Geräusche, Gerüche, Statusanzeigen oder das Kameragehäuse reagieren.

Warum ist das Bild mit 940 nm oft dunkler?

Viele gewöhnliche Kamerasensoren reagieren auf 940 nm weniger empfindlich als auf 850 nm. Dadurch steht dem Sensor bei vergleichbaren Bedingungen weniger nutzbares Signal zur Verfügung. Eine längere Belichtung oder stärkere Verstärkung kann das Bild aufhellen, erhöht jedoch das Risiko von Bewegungsunschärfe und Bildrauschen.

Kann eine 850-nm-Kamera einen 940-nm-Strahler nutzen?

Das hängt von der spektralen Empfindlichkeit des Sensors und dem IR-Sperrfilter ab. Eine Kamera kann auf 940 nm deutlich schwächer reagieren, obwohl sie mit 850 nm gut funktioniert. Nutzen Sie daher nur eine vom Hersteller bestätigte Kombination oder testen Sie Kamera und Strahler unter kontrollierten Bedingungen.

Ist Infrarot-Nachtsicht farbig?

Klassische IR-Nachtsicht ist normalerweise schwarz-weiß. Für Farbinformationen benötigt die Kamera sichtbares Restlicht, ein Spotlight oder eine lichtstarke Technik für Farbaufnahmen bei schwacher Beleuchtung. Mehr Megapixel allein erzeugen in vollständiger Dunkelheit keine Farben.

Sind mehr IR-LEDs automatisch besser?

Anzahl und Qualität müssen gemeinsam betrachtet werden. Leistung, Abstrahlwinkel, Anordnung und Sensorabstimmung beeinflussen das Ergebnis stärker als die reine Stückzahl. Zu viel IR-Licht kann nahe Personen und reflektierende Flächen sogar überbelichten.

Fazit

Für die klassische Überwachung von Einfahrt, Garten und Gewerbefläche bleibt 850 nm unsere klare Empfehlung. Die Kamera nutzt das IR-Licht meist effizienter und erhält mehr Reserve für größere Entfernungen. Die RLC-823S2 zeigt, wie weit dieses Prinzip mit 80 Metern spezifizierter IR-Reichweite und optischem Zoom ausgebaut werden kann.

940 nm verfolgt ein anderes Ziel. Es reduziert das sichtbare Glimmen und passt dadurch besonders gut zu naher Wildbeobachtung. Die Go Ranger PT kombiniert diese No-Glow-Beleuchtung mit 4G, Akku und flexiblem Schwenkbereich.

Messen Sie vor dem Kauf die Entfernung zwischen Kamera und Hauptmotiv. Liegt der relevante Bereich weit entfernt, wählen Sie 850 nm. Befinden sich Tiere oder Personen meist innerhalb von etwa zehn Metern und soll die Lichtquelle möglichst unauffällig bleiben, ist 940 nm die sinnvollere Entscheidung.

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Eine Redakteurin von Reolink, schreibt Blogbeiträge zu Lifestyle- und Technikthemen, teilt clevere Alltagstipps und stellt smarte Gadgets vor. Gleichzeitig als eine Nutzerin der Reolink-Produkte schaut sie beim Schreiben gerne mit der Kamera regelmäßig nach, ob es ihrer Katze zu Hause gut geht.