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Reolink Home Hub vs. NVR: Welche Zentrale passt zu Ihrem Kamerasystem?

Kwan8/26/2026
Reolink Home Hub vs. NVR

Der Reolink Home Hub und ein Reolink NVR speichern Aufnahmen lokal und verwalten mehrere Kameras zentral. Ihre Einsatzschwerpunkte unterscheiden sich jedoch deutlich: Der Home Hub eignet sich vor allem für kompakte Systeme mit Akku- und WLAN-Kameras. Ein NVR bietet mehr Speicher, mehr Kanäle und bessere Voraussetzungen für eine dauerhafte Aufzeichnung mit vielen Kameras.

Ihre Entscheidung lässt sich daher meist an drei Fragen festmachen: Wie viele Kameras möchten Sie betreiben? Benötigen Sie eine kontinuierliche 24/7-Aufzeichnung? Möchten Sie das System hauptsächlich per App oder zusätzlich an einem lokalen Monitor bedienen?

Der Reolink Home Hub ist eine kompakte Zentrale für bis zu acht kompatible Reolink IP-Kameras. Dazu gehören zahlreiche PoE-, Plug-in-WLAN- und aktuelle Akku-WLAN-Kameras. 2-MP-Akkukameras und 4G-Kameras werden nicht unterstützt. Bei einigen Akkumodellen ist vor der Einbindung ein Firmware-Update erforderlich.

Der Hub wird per Ethernet-Kabel mit dem Router verbunden. Die Kameras lassen sich anschließend über das lokale Netzwerk oder den WLAN-Zugang des Hubs hinzufügen. Damit eignet sich das Gerät besonders für Haushalte, in denen eine aufwendige neue Verkabelung vermieden werden soll.

Die wichtigsten Funktionen:

  • Lokale Speicherung ohne Pflichtabonnement: Eine 64-GB-microSD-Karte ist im Lieferumfang enthalten. Laut aktueller Produktseite unterstützt der Home Hub zwei microSD-Karten mit jeweils bis zu 1 TB.
  • Verschlüsselte Aufnahmen: Die AES-128-Verschlüsselung schützt gespeicherte Videos vor unbefugtem Zugriff, selbst wenn der Hub oder eine Speicherkarte entwendet wird.
  • Zentrale Verwaltung: Livebilder, Wiedergaben und Einstellungen der angeschlossenen Kameras sind über die Reolink App und den Reolink Client erreichbar.
  • Ereignisübersicht: Bewegungsereignisse werden nach Zeit und Gerät geordnet. Das erleichtert die Suche nach relevanten Aufnahmen.
  • Lokaler Alarm: Erkennt eine verbundene Kamera ein Ereignis, kann der integrierte Lautsprecher des Home Hubs einen Klingelton ausgeben.
  • Betrieb im lokalen Netzwerk: Aufnahmen können auch bei unterbrochener Internetverbindung lokal gespeichert werden. Der Fernzugriff steht dann nicht zur Verfügung.

Der Home Hub besitzt keinen HDMI-Ausgang. Wer seine Kameras dauerhaft auf einem Fernseher oder Monitor anzeigen möchte, sollte daher einen NVR in Betracht ziehen.

Reolink Home Hub

Kabelloses Sicherheitssystem mit verschlüsseltem lokalem Speicher und Multi-Geräte-Verwaltung

64GB microSD-Karte inklusive; Speicherverschlüsselung & Datenschutz; Unterstützt bis zu 8 Reolink IP-Kameras; Keine monatliche Gebühren

Ein Network Video Recorder, kurz NVR, ist für Kamerasysteme mit höherem Speicherbedarf und mehr angeschlossenen Geräten ausgelegt. Reolink bietet Modelle mit unterschiedlichen Kanalzahlen, Festplattenkapazitäten und Anschlussmöglichkeiten an.

Für die Auswahl sind vor allem zwei Bauarten relevant:

  1. PoE-NVR: PoE-Kameras werden über Netzwerkkabel direkt mit dem Recorder verbunden. Ein Kabel überträgt das Videosignal und versorgt die Kamera gleichzeitig mit Strom. Das sorgt für eine stabile Verbindung und vereinfacht die Stromversorgung am Montageort.

  2. WLAN-NVR: Kompatible WLAN-Kameras übertragen ihre Videodaten drahtlos. Die Kameras benötigen weiterhin eine eigene Stromversorgung. Diese Variante eignet sich, wenn keine Netzwerkkabel zu den Kamerapositionen verlegt werden sollen.

Die genaue Kamera- und Akku-Kompatibilität hängt vom NVR-Modell, der Hardware-Version und der installierten Firmware ab. Prüfen Sie diese Angaben vor dem Kauf, besonders wenn Sie bereits Reolink Kameras besitzen.

Die angeschlossenen IP-Kameras übertragen ihre Videostreams an den NVR. Der Recorder speichert die Aufnahmen auf einer internen Festplatte und stellt sie über eine zentrale Benutzeroberfläche bereit.

Sie können Livebilder und Aufnahmen lokal über einen angeschlossenen Monitor oder Fernseher abrufen. Der Zugriff über die Reolink App und den Reolink Client ist ebenfalls möglich. Diese Kombination ist praktisch, wenn das System sowohl vor Ort als auch aus der Ferne bedient werden soll.

Ein Beispiel ist der aktuelle RLN16-410. Die Hardware-Version N6MB01 besitzt 16 PoE-Anschlüsse und lässt sich unter bestimmten Kamerakonfigurationen auf bis zu 24 Kanäle erweitern. Eine 4-TB-Festplatte ist integriert, die Gesamtkapazität kann auf bis zu 16 TB ausgebaut werden.

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Reolink RLN16-410

16-Kanal PoE-Netzwerkvideorekorder (NVR)

Der 16-Kanal mit eingebauter 3TB Festplatte PoE NVR funktioniert mit allen Reolink PoE-Kameras für 24/7 Videoaufzeichnung, Überwachung und Management.

Der Home Hub konzentriert sich auf eine kompakte, App-basierte Verwaltung mit verschlüsseltem microSD-Speicher. Ein NVR ist für größere Installationen, lange Aufnahmezeiträume und die lokale Bedienung über einen Bildschirm ausgelegt.

Vergleichspunkt Reolink Home Hub Reolink NVR
Typischer Einsatz Wohnung, Einfamilienhaus, kleines Geschäft Großes Haus, weitläufiges Grundstück, Geschäft oder umfangreiches Kamerasystem
Kameraanzahl Bis zu 8 Kameras Modellabhängig, beim aktuellen RLN16-410 bis zu 24 Kanäle
Speicher Zwei microSD-Karten mit jeweils bis zu 1 TB Interne HDD, beim RLN16-410 bis zu 16 TB
Bedienung Reolink App und Client Monitor oder Fernseher, Reolink App und Client
HDMI-Ausgang Nein Bei gängigen NVR-Modellen vorhanden
Schwerpunkt Akku- und WLAN-Kameras, einfache Nachrüstung PoE-Systeme, 24/7-Aufzeichnung und größere Installationen
Monatliche Pflichtgebühren Keine Keine

Konnektivität

Der Home Hub wird per Ethernet-Kabel an den Router angeschlossen. Kameras müssen sich im selben lokalen Netzwerk befinden oder direkt mit dem WLAN-Zugang des Hubs verbunden werden. Er unterstützt Dualband-WLAN mit 2,4 und 5 GHz sowie Wi-Fi 6.

Bei einem PoE-NVR werden die Kameras normalerweise direkt per Netzwerkkabel angeschlossen. Diese Verbindung ist unabhängig von der WLAN-Abdeckung und eignet sich deshalb für feste Installationen, bei denen eine zuverlässige Übertragung rund um die Uhr Priorität hat.

Funktionalität

Der Home Hub bündelt Kameras, Ereignisse und Benachrichtigungen in der Reolink App. Periodische Sicherheitsübersichten helfen dabei, erkannte Bewegungen mehrerer Kameras schneller zu prüfen. Der integrierte Lautsprecher kann bei einem Kameraalarm einen Klingelton ausgeben.

Ein NVR bietet eine lokale Benutzeroberfläche und Videoausgänge für Monitor oder Fernseher. Sie können Kameras direkt am Recorder konfigurieren, mehrere Livebilder gleichzeitig anzeigen und Aufnahmen vor Ort durchsuchen. Der Fernzugriff über App und Client bleibt erhalten.

Speicher

Der Home Hub verwendet microSD-Karten. Diese Speicherform passt gut zu Systemen, die überwiegend ereignisgesteuert aufnehmen. Die verschlüsselte lokale Speicherung schützt die Aufnahmen ohne verpflichtenden Cloud-Dienst.

NVRs nutzen Festplatten und stellen erheblich mehr Kapazität bereit. Das macht sie zur stärkeren Lösung für 24/7-Aufzeichnungen, längere Aufbewahrungszeiträume und mehrere hochauflösende Kamerastreams. Die tatsächliche Aufnahmedauer richtet sich in beiden Fällen nach Auflösung, Bitrate, Kameraanzahl und Aufnahmeplan.

Kompatibilität

Der Home Hub unterstützt zahlreiche aktuelle Reolink PoE-, Plug-in-WLAN- und Akku-WLAN-Kameras. Ausnahmen gelten unter anderem für 2-MP-Akkukameras und 4G-Kameras. Vorhandene Modelle sollten anhand der aktuellen Home-Hub-Kompatibilitätsliste geprüft werden.

Aktuelle Reolink NVRs unterstützen ebenfalls verschiedene PoE-, WLAN- und Akkukameras. Bei Akkukameras entscheidet häufig die Hardware-Version des Recorders über die Kompatibilität. Prüfen Sie deshalb zuerst die Modell- und Hardware-Angaben Ihres NVRs.

Eine Kamera kann nicht gleichzeitig dem Home Hub und einem NVR hinzugefügt werden. Legen Sie daher vor der Einrichtung fest, welche Zentrale das Gerät verwalten soll.

Home Hub vs. NVR: Was sind die Vor- und Nachteile?

Die folgende Gegenüberstellung zeigt, welche praktischen Folgen die technischen Unterschiede für Installation und Betrieb haben.

Vorteile:

  • Schnelle Einrichtung über die Reolink App
  • Geeignet für viele Akku-, WLAN- und PoE-Kameras
  • Verschlüsselter lokaler Speicher ohne Pflichtabonnement
  • Kompaktes Gehäuse und geringer Installationsaufwand
  • Gemeinsame Ereignisübersicht für alle verbundenen Kameras
  • Lokaler Alarm über den integrierten Lautsprecher

Nachteile:

  • Auf acht Kameras begrenzt
  • Weniger Speicher als ein typischer NVR
  • Kein HDMI-Ausgang für einen lokalen Bildschirm
  • Kein USB-Anschluss für ein direktes Backup
  • Kompatibilität und Firmware müssen vorab geprüft werden

Der Home Hub passt am besten zu einem überschaubaren System, das hauptsächlich über App oder Client bedient und bei Bedarf erweitert werden soll.

Vorteile:

  • Hohe Festplattenkapazität für lange Aufnahmezeiträume
  • Geeignet für kontinuierliche 24/7-Aufzeichnungen
  • Mehr Kanäle für umfangreiche oder wachsende Systeme
  • Lokale Bedienung über Monitor oder Fernseher
  • Stabile Kameraanbindung über PoE
  • Zentrale Verwaltung per Recorder, App und Client

Nachteile:

  • PoE-Installationen erfordern Netzwerkkabel zu den Kameras
  • Größerer Platzbedarf für Recorder und Festplatten
  • Die Planung von Kabelwegen und Speicherbedarf ist aufwendiger
  • Akku-Kompatibilität kann von der Hardware-Version abhängen

Ein NVR lohnt sich, wenn Aufnahmekapazität, feste Kameraanschlüsse und eine lokale Überwachungsstation wichtiger sind als eine möglichst kompakte Installation.

Wählen Sie den Reolink Home Hub, wenn Sie bis zu acht Kameras verwalten, überwiegend Akku- oder WLAN-Modelle einsetzen und Ihre Aufnahmen hauptsächlich per App abrufen möchten. Er eignet sich besonders für bestehende Wohnungen und Häuser, in denen nur wenige neue Kabel verlegt werden sollen.

Reolink Home Hub und passende Kamera-Kits entdecken

Wählen Sie einen Reolink NVR, wenn Sie viele Kameras einplanen, rund um die Uhr aufzeichnen oder Livebilder dauerhaft auf einem lokalen Monitor anzeigen möchten. Für feste PoE-Installationen und lange Aufbewahrungszeiträume bietet der NVR die bessere Grundlage.

Aktuelle Reolink NVR und PoE-Systeme vergleichen

Planen Sie heute weniger als acht Kameras, erwarten aber eine deutliche Erweiterung, sollten Sie die spätere Kanalzahl direkt berücksichtigen. Ein NVR vermeidet in diesem Fall einen erneuten Wechsel der Zentrale.

Extra: IP-Kameras mit NVR oder Home Hub einrichten: So geht es

Der Installationsaufwand unterscheidet sich vor allem bei der Kameraanbindung. Prüfen Sie vor Beginn, ob Kamera, Zentrale und Firmware miteinander kompatibel sind.

  1. Verbinden Sie den NVR mit Ihrem Router, einem Monitor oder Fernseher und der Stromversorgung.
  2. Schalten Sie den Recorder ein und folgen Sie den Hinweisen zur Grundkonfiguration.
  3. Legen Sie ein sicheres Gerätepasswort fest.
  4. Schließen Sie PoE-Kameras mit Ethernet-Kabeln direkt an die PoE-Ports des NVRs an.
  5. Fügen Sie den NVR bei Bedarf per QR-Code oder UID zur Reolink App hinzu.
  6. Prüfen Sie Livebild, Aufnahmeplan und verfügbaren Speicher für jede Kamera.

Bei WLAN- und Akkukameras unterscheiden sich die Schritte je nach NVR-Modell und Hardware-Version. Nutzen Sie dafür die modellspezifische Anleitung.

  1. Schließen Sie den Home Hub an die Stromversorgung und per Ethernet-Kabel an Ihren Router an.
  2. Öffnen Sie die Reolink App und tippen Sie auf das Plus-Symbol.
  3. Scannen Sie den QR-Code des Home Hubs und schließen Sie die Ersteinrichtung ab.
  4. Öffnen Sie die Einstellungen des Hubs und wählen Sie die Funktion zum Hinzufügen einer Kamera.
  5. Übernehmen Sie bereits in der App vorhandene Kameras aus der Geräteliste oder suchen Sie im lokalen Netzwerk nach verfügbaren Geräten.
  6. Kontrollieren Sie anschließend die Aufnahme- und Benachrichtigungseinstellungen.

Nach dem Hinzufügen wird die Kamera über den Home Hub verwaltet. Ein gleichzeitiger Betrieb derselben Kamera an einem NVR ist nicht möglich.

Häufig gestellte Fragen

Was sind die Nachteile eines NVRs?

Ein PoE-NVR erfordert Netzwerkkabel zwischen Recorder und Kameras. Das kann bei nachträglichen Installationen zusätzlichen Aufwand verursachen. NVRs benötigen außerdem mehr Platz und eine sorgfältigere Planung der Festplattenkapazität. Dafür bieten sie deutlich mehr Speicher, mehr Kanäle und eine stabile Grundlage für 24/7-Aufzeichnungen.

Brauche ich einen NVR?

Ein NVR ist empfehlenswert, wenn Sie mehrere Kameras kontinuierlich aufzeichnen, große Videomengen speichern oder das System an einem lokalen Monitor bedienen möchten. Für bis zu acht kompatible Kameras mit ereignisgesteuerter Aufnahme und App-Steuerung reicht häufig der Reolink Home Hub.

Der Home Hub verbindet eine einfache App-Einrichtung mit verschlüsseltem lokalem Speicher und zentraler Verwaltung. Er unterstützt bis zu acht kompatible Reolink Kameras, benötigt kein verpflichtendes Abonnement und eignet sich besonders für Akku- und WLAN-Systeme in Wohnungen, Häusern und kleinen Betrieben.

Die Nutzung eines Home Hubs oder NVRs setzt kein Cloud-Abonnement voraus. Ihre Aufnahmen können vollständig lokal gespeichert werden. Verfügbarkeit, Funktionen und Preise optionaler Cloud-Tarife unterscheiden sich je nach Region und können sich ändern. Die aktuellen Angaben finden Sie auf der Reolink Cloud-Seite.

Prüfen Sie zuerst Kameraanzahl, gewünschte Aufnahmedauer und Kompatibilität. Für ein kompaktes App-System führt der nächste Schritt zum Reolink Home Hub. Bei höherem Speicherbedarf und einer geplanten 24/7-Aufzeichnung finden Sie unter den Reolink NVR-Systemen die passendere Zentrale.

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Eine Redakteurin von Reolink, schreibt Blogbeiträge zu Lifestyle- und Technikthemen, teilt clevere Alltagstipps und stellt smarte Gadgets vor. Gleichzeitig als eine Nutzerin der Reolink-Produkte schaut sie beim Schreiben gerne mit der Kamera regelmäßig nach, ob es ihrer Katze zu Hause gut geht.