Reolink - Be Prepared, Be Reolink
Blog
News
Reolink Labortest
Fehlerbehebung
Kauftipps und Wissen
Tipps und Anleitungen
Reolink Life Hacks

Lightning vs. USB-C : Der große Vergleich

Kwan1/5/2026
Lightning vs. USB-C

Das Kabel, zu dem Sie jeden Tag greifen, entscheidet darüber, wie schnell Ihr Smartphone lädt, wie rasch Dateien kopiert werden und ob Ihre Kopfhörer überhaupt funktionieren. Auch im Jahr 2025, in dem der Kampf USB-C vs. Lightning bei fast jedem neuen Smartphone, Tablet und jedem Paar In-Ears eine Rolle spielt, macht das einen deutlichen Unterschied.

Dieser Leitfaden erklärt Schritt für Schritt alle praktischen Unterschiede zwischen Lightning-Kabel und USB-C. So können Sie das richtige Kabel wählen und geben kein Geld für die falsche Lösung aus.

USB-C und Lightning im Überblick

Bevor Sie das nächste Kabel kaufen, lohnt es sich zu verstehen, was die beiden Steckerarten eigentlich leisten. Dann wird auch klar, warum beide Standards so lange nebeneinander existiert haben.

Was ist USB-C?

USB-C ist ein kleiner, ovaler Stecker, den man in beide Richtungen einstecken kann. Er unterstützt bis zu 240 Watt Leistung, im Jahr 2025 bis zu 80 Gigabit pro Sekunde bei der Datenübertragung und kann Audio und Video vollständig übertragen. Alle Android-Smartphones, die meisten Windows-Laptops, iPad Air, iPad Pro, die MacBook-Familie und die neuen iPhone-Modelle der Serie 15 setzen auf USB-C. Ein einziges Kabel kann ein Tablet laden und gleichzeitig einen 4K-Monitor ansteuern.

Was ist Lightning?

Der von Apple entwickelte Lightning-Stecker ist ein achtpoliger Anschluss, der 2012 eingeführt wurde. Er ist etwas flacher als USB-C und ebenfalls beidseitig einsteckbar. Über mehr als zehn Jahre war Lightning auf allen iPhones bis zum iPhone 14 zu finden, außerdem bei AirPods, Magic Mouse, Magic Keyboard und den ersten AirPods Max. Lightning kommt auf rund 30 Watt Leistung und bis zu 480 Megabit pro Sekunde bei der Datenübertragung. Das war vor zehn Jahren ordentlich, wird heute aber von allen modernen Alternativen deutlich übertroffen.

USB-C vs. Lightning: Was ist der Unterschied?

Die Stecker sehen sich ähnlich, aber wie sie Strom, Daten und Zubehör handhaben, ist sehr verschieden. Die folgenden Punkte sind im Alltag besonders wichtig.

Design und Kompatibilität

USB-C ist ein universeller Standard. Ein Ladegerät, ein Kabel und ein Anschluss funktionieren inzwischen mit Smartphones, Tablets, Laptops, Kameras, Bluetooth-Lautsprechern und sogar elektrischen Rasierern. Die ovale Form ist etwa 2,6 Millimeter dick und passt damit in praktisch jedes aktuelle, schlanke Gerät. Lightning ist auf Apple-Produkte beschränkt.

Der zungenförmige Lightning-Stecker ist nur etwa 1,5 Millimeter dick. Dadurch konnte Apple 2012 Geräte wie den iPod touch und das iPhone 5 dünner bauen als die Konkurrenz. Die schmale Öffnung sammelt jedoch schnell Fussel, und die winzigen Rastnasen brechen häufiger. Wenn Sie AirPods Max in einer Lightning-Version und ein anderes Modell mit USB-C besitzen, braucht das ältere Lightning-Paar ein eigenes Kabel, das sonst kein Gerät in Ihrer Tasche laden kann.

Ladegeschwindigkeit und Power Delivery (PD)

USB-C erreicht über Extended Power Range im Jahr 2025 bis zu 240 Watt. Dasselbe Netzkabel, das zwei Paar In-Ear-Kopfhörer mit 5 Watt im Schongang lädt, kann auch einen 14-Zoll-Gaming-Laptop mit etwa 140 Watt versorgen. Beim Lightning-Anschluss liegt die maximale Leistung bei rund 30 Watt, mehr erlauben von Apple freigegebene Kabel nicht.

Ein iPhone 14 Pro benötigt für eine komplette Ladung bis zu 110 Minuten. Ein iPhone 15 Pro mit USB-C schafft denselben Ladevorgang in ungefähr 75 Minuten. Kaufen Sie ein 70-Watt-USB-C-Netzteil, lädt das iPhone 15 Pro trotzdem nicht schneller, denn das Smartphone zieht maximal etwa 27 Watt. Zwei Ladegeräte nur für mehr Tempo sind deshalb nicht nötig.

Datenübertragungsgeschwindigkeit

Lightning nutzt weiterhin die USB-2.0-Datenleitung im Kabel. Die praktische Obergrenze liegt daher bei rund 480 Megabit pro Sekunde, also etwa 60 Megabyte pro Sekunde. Das Kopieren von 200 GB 4K-Video von einem iPhone 14 Pro auf einen Mac kann so fast eine Stunde dauern. USB-C am iPhone 15 Pro arbeitet mit USB 3.2 Gen 2 bei 10 Gigabit pro Sekunde. Derselbe Ordner mit 200 GB landet damit in ungefähr vier Minuten auf dem Mac.

High-End-Android-Geräte mit USB-C 4.0 erreichen im Jahr 2025 bis zu 80 Gigabit pro Sekunde. Das ist schnell genug, um eine externe SSD praktisch ohne Einbußen als Arbeitslaufwerk zu verwenden.

Haltbarkeit

Bei beiden Steckertypen sind mindestens 10.000 Steckzyklen vorgesehen, aber die empfindlichen Teile sitzen an unterschiedlichen Stellen. Lightning nutzt freiliegende Goldkontakte am Kabel. Kommen Cola, Meerwasser oder Salz daran, korrodieren die Pins, und das Kabel funktioniert irgendwann nicht mehr. Die Buchse im Gerät besteht innen zu großen Teilen aus Hohlraum, deshalb setzen sich dort Fussel fest, und der Stecker rutscht leichter heraus.

USB-C verlagert die empfindlichen Federn in den Kabelstecker. Die Buchse im Gerät ist ein massiver Metallblock. Wenn die Federn im Stecker verschleißen, tauschen Sie ein Kabel für vielleicht 9€ und nicht ein Smartphone für 799€. Labortests zeigen: Nach 15.000 Steckzyklen fallen rund 12 Prozent der Lightning-Buchsen aus, während USB-C-Buchsen in über 95 Prozent der Fälle noch zuverlässig Kontakt haben.

Audio- und Videoausgabe

Lightning arbeitet mit einem integrierten Digital-Analog-Wandler. Audio wird nur über die Elektronik im Kabel oder Adapter ausgegeben. Video ist im Standard nicht vorgesehen. iPhones brauchen für den Anschluss an einen Fernseher einen Lightning-auf-HDMI-Adapter für etwa 49€, der zudem bei 1080p aufhört.

USB-C kann im Alternate Mode native Signale wie DisplayPort, HDMI oder Thunderbolt ausgeben. Ein einziges Kabel kann so einen 8K-Monitor mit 60 Hertz ansteuern oder zwei 4K-Displays mit 120 Hertz. USB-C-Audioadapter liefern inzwischen für unter 20€ 32-Bit-Audio mit 384 Kilohertz. Lightning-Lösungen bleiben meist bei 24 Bit und 48 Kilohertz, es sei denn, man kauft eine externe Box für etwa 99€.

Zukunftssicherheit und Ökosystem

Die EU-Vorgabe für ein einheitliches Ladegerät gilt seit Dezember 2024 vollständig. Alle neu verkauften Smartphones, Tablets, Kameras und Kopfhörer in der EU müssen USB-C verwenden. Apple hat die iPhone-15-Reihe weltweit mit dem USB-C-Port ausgestattet, um nicht zwei unterschiedliche Hardwarevarianten produzieren zu müssen.

Lightning wird nur noch gepflegt. Apple verkauft weiterhin Ersatzkabel und Ersatzteile, aber neue Produktlinien mit diesem Anschluss sind nicht zu erwarten. Zubehörhersteller haben ihre Entwicklung und Produktion auf USB-C umgestellt. Neue Docks, Auto-Adapter und Powerbanks bekommen den ovalen USB-C-Port, während Lightning nach und nach zu einem Auslaufmodell wird.

Lightning vs. USB-C: Vergleichstabelle

In einer direkten Übersicht lassen sich die Zahlen leichter erfassen. Die folgenden Werte beziehen sich auf Geräte, die in der ersten Hälfte des Jahres 2025 im Handel sind.

Merkmal Lightning USB-C
Einführungsjahr 2012 2014
Beidseitig einsteckbar Ja Ja
Max. Leistung 30 W 240 W
Max. Datentransfer 480 Mb/s 80 Gb/s (USB4 v2)
Videoausgabe Keine native 8K 60 Hz
Audio-Unterstützung 24-Bit 48 kHz 32-Bit 384 kHz
Gerätekompatibilität Nur Apple Universell
Haltbarkeit der Buchse 10.000 Zyklen 10.000 Zyklen
Regulatorische Zukunft Auslaufend Vorgeschrieben

Lightning-Port vs. USB-C: Vor- und Nachteile

Reine Datenblätter erzählen nie die ganze Geschichte. Im Alltag zählen andere Details. Hier sehen Sie, wo jeder Anschluss glänzt und wo Schwächen liegen.

Lightning: Vorteile und Nachteile

Vorteile:

  • Kleiner Stecker lässt im Inneren sehr kompakter Geräte mehr Platz für Lautsprecher oder Akku
  • Riesige installierte Basis an Docks, Weckern und Car-Kits funktioniert weiterhin
  • Apple-zertifizierte Kabel liefern bei jedem iPhone seit 2012 stabile 12 W Ladeleistung
  • Der Stecker rastet mit einem klar spürbaren Klick ein, was viele Nutzer angenehm finden

Nachteile:

  • Datenlimit von 480 Mb/s macht große Video-Backups zu stundenlangen Kopieraktionen
  • Leistungsgrenze von 30 W reicht nicht für schnelles Laden von Laptops
  • Ersatzkabel sind teurer, da der Chip im Stecker von Apple kontrolliert wird
  • Künftige iPhones werden den Anschluss nicht mehr nutzen, neue Zubehörserien verzichten daher oft auf Lightning

USB-C: Vorteile und Nachteile

Vorteile:

  • Ein einziges Kabel lädt Smartphone, Tablet, Laptop, Kopfhörer und Spielkonsole
  • Die Leistungsgrenze von 240 W macht proprietäre Rundstecker bei vielen Geräten überflüssig
  • Datenpfad bis 80 Gb/s hält mit schnellen SSDs und 8K-Capture-Karten mit
  • Offener Standard mit vielen Kabelherstellern sorgt für große Auswahl und niedrigere Preise

Nachteile:

  • Die große Auswahl verwirrt: Nicht jedes USB-C-Kabel unterstützt 240 W oder Videoausgabe
  • Der etwas dickere Stecker kann Rahmen von Smartphones minimal höher machen
  • Es gibt Fälschungen, Käufer sollten auf das USB-IF-Logo achten
  • Die Federn im Kabelstecker können sich verbiegen, wenn man stark seitlich daran zieht

USB-C oder Lightning: Was sollten Sie wählen?

Im Jahr 2025 stellt sich die Frage meist beim Gerätekauf. Alle aktuellen Android-Smartphones, alle iPad-Modelle außer dem einfachen Einstiegs-iPad sowie alle MacBooks und iPhones setzen bereits auf USB-C. Lightning lohnt sich heute im Grunde nur noch, wenn Sie ein verlorenes Kabel für ein älteres iPhone, AirPods oder eine Magic Mouse ersetzen müssen.

In diesem Fall ist ein geflochtenes USB-C-auf-Lightning-Kabel sinnvoll, damit Ihr nächstes USB-C-Smartphone dasselbe Netzteil nutzen kann. Auf neue Lightning-Docks oder Auto-Adapter zu warten, lohnt sich kaum, denn viele Hersteller bauen ihre Lagerbestände ab, und der Support wird eher kleiner. Kaufen Sie bei allem, was Sie länger als fünf Jahre nutzen möchten, konsequent USB-C. Lightning können Sie als Übergangskosten betrachten, bis Sie die Geräte austauschen, die noch diesen Anschluss verwenden.

Lightning-Kabel vs. USB-C: Was ist besser für Überwachungskameras?

Überwachungskameras, die über ein Kabel mit Strom versorgt werden, brauchen eine stabile Leistung und eine zuverlässige Datenverbindung. USB-C ist in beiden Punkten im Vorteil. Ein PoE-auf-USB-C-Injector kann 30 Watt über ein Ethernet-Kabel schicken und damit eine 4K-PTZ-Kamera über eine einzige USB-C-Leitung betreiben. Dieselbe Kamera mit Lightning würde bei etwa 5 Watt stehenbleiben und Bildaussetzer riskieren.

Mit USB-C lässt sich die Kamera außerdem direkt an einen Laptop anschließen, um sie schnell zu konfigurieren, ganz ohne Suche nach einem Micro-HDMI-Adapter. Lightning war im professionellen Kamerabereich nie verbreitet. Es gibt weder Rack-USVs noch Solarpanels mit Lightning-Ausgang. Wenn Sie eine Video-Türklingel oder eine Außenkamera mit Flutlicht montieren, sollten Sie ein Modell mit USB-C-Stromversorgung wählen. Damit sparen Sie Adapter, Kosten und Installationszeit.

Reolink Altas PT Ultra

Brancheführende 4K kontinuierlich aufzeichnende Akku-Überwachungskamera

4K UHD kontinuierliches Aufzeichnen; ColorX Nachtsicht; Schwenk & Neigung; Auto-Tracking; Alle Aufnahmen lokal gespeichert.

Reolink Video Doorbell (WiFi)

Smarte 5MP Video-Türklingel mit Chime

5MP Super HD Tag & Nacht, Personenerkennung, 2,4/5 GHz Dualband-WLAN, 180° diagonaler Betrachtungswinkel, Zwei-Wege-Audio, Reichhaltigere Benachrichtigun.

Häufige Fragen zu USB-C und Lightning

Was ist besser, USB-C oder Lightning?

USB-C ist besser. USB-C ermöglicht schnelleres Laden, deutlich höhere Datenraten, 8K-Videoausgabe und unterstützt Smartphones, Tablets und Laptops. Ältere iPhones und einige kleine Zubehörgeräte funktionieren weiterhin mit Lightning, liegen bei der Technik aber in fast allen Bereichen zurück.

Warum wechselt Apple von Lightning zu USB-C?

In der EU gilt seit Dezember 2024 die Vorgabe für ein einheitliches Ladegerät. Um Kosten zu sparen, hat Apple darauf verzichtet, getrennte Modellreihen für unterschiedliche Regionen zu bauen. Stattdessen wurden alle iPhones auf USB-C umgestellt, passend zu iPads und Macs.

Kann man USB-C in einen Lightning-Port stecken?

Nein. Die Stecker unterscheiden sich in Form und Größe. Es braucht entweder einen zertifizierten Adapter oder ein Kabel mit USB-C an einem Ende und Lightning am anderen. Auch mit Adapter bleiben Ladeleistung und Geschwindigkeit auf dem Niveau von Lightning.

Fazit

Preise, Vorschriften und Regale in Elektronikmärkten zeigen inzwischen in dieselbe Richtung: USB-C ist zum Standardkabel für neue Geräte geworden, während Lightning nur noch bei älteren Apple-Produkten zu finden ist. Wenn Sie solche Geräte besitzen, sollten Sie die vorhandenen Lightning-Kabel behalten und nutzen, bis Sie das jeweilige Gerät austauschen.

Beim nächsten Kauf von Smartphone, Tablet, Kamera oder In-Ears werden Sie sehr wahrscheinlich wieder bei USB-C landen. Dann reicht ein einziges Ladegerät für alle Bildschirme in Ihrer Tasche. Schreiben Sie gern in die Kommentare: Spart Ihnen der Umstieg Platz und Kabel, oder vermissen Sie den Lightning-Anschluss noch?

Suche

Alle Kommentare sind willkommen

Eine Redakteurin von Reolink, schreibt Blogbeiträge zu Lifestyle- und Technikthemen, teilt clevere Alltagstipps und stellt smarte Gadgets vor. Gleichzeitig als eine Nutzerin der Reolink-Produkte schaut sie beim Schreiben gerne mit der Kamera regelmäßig nach, ob es ihrer Katze zu Hause gut geht.