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Kriminalitätsrate in Deutschland 2026 aktuell

Kwan4/23/2026
Kriminalitätsrate in Deutschland

Die Kriminalität in Deutschland ist regelmäßig Thema in Politik und Medien. Einzelne Vorfälle können schnell den Eindruck vermitteln, dass die Sicherheitslage ständig schlechter wird. Für eine realistische Einordnung lohnt sich jedoch der Blick auf offizielle Statistiken und langfristige Entwicklungen.

Eine der wichtigsten Datenquellen ist die Polizeiliche Kriminalstatistik, kurz PKS. Sie zeigt, welche Straftaten der Polizei bekannt geworden sind und wie sich die Kriminalität im Zeitverlauf entwickelt. In diesem Artikel erklären wir, was die Kriminalitätsrate aussagt, welche aktuellen Zahlen für Deutschland vorliegen und welche Faktoren Kriminalität beeinflussen können.

Was sagt die Kriminalitätsrate aus?

Die Kriminalitätsrate ist ein wichtiger Indikator, um die Sicherheitslage eines Landes oder einer Region zu beschreiben. Sie gibt an, wie viele Straftaten innerhalb eines bestimmten Zeitraums registriert wurden, meist bezogen auf 100.000 Einwohner. Durch diese Berechnung lassen sich Regionen oder Zeiträume besser miteinander vergleichen, unabhängig von der jeweiligen Bevölkerungsgröße.

In Deutschland basiert ein Großteil der Analysen auf der Polizeilichen Kriminalstatistik, kurz PKS. Diese Statistik wird jährlich veröffentlicht und erfasst alle Straftaten, die der Polizei bekannt geworden sind, mit Ausnahme einiger spezieller Deliktbereiche wie beispielsweise politisch motivierter Kriminalität, die gesondert erfasst wird. Das BKA weist außerdem darauf hin, dass die PKS die der Polizei bekannt gewordenen rechtswidrigen Straftaten einschließlich strafbarer Versuche abbildet und damit in erster Linie die registrierte Kriminalität zeigt.

Allerdings bildet die PKS nur die sogenannte Hellfeldkriminalität ab. Daneben existiert auch ein sogenanntes Dunkelfeld, also Straftaten, die nicht angezeigt werden und daher in keiner offiziellen Statistik erscheinen. Daher liefern Kriminalitätsraten zwar wichtige Hinweise, zeigen jedoch nicht unbedingt das vollständige Ausmaß von Kriminalität.

Aktuelle Zahlen zur Kriminalität in Deutschland

Ein Überblick über aktuelle Statistiken hilft, die Kriminalitätslage in Deutschland besser einzuordnen. Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik 2025 wurden in Deutschland 5.508.559 Straftaten registriert. Das entspricht einem Rückgang von 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig lag die Zahl der Fälle von Gewaltkriminalität bei 212.335, während 131.335 Sexualdelikte erfasst wurden.

Aus der PKS 2025 lassen sich für Deutschland folgende zentrale Deliktbereiche und Fallzahlen ableiten:

Deliktart Fälle 2025 Anteil an allen Fällen
Diebstahl unter erschwerenden Umständen 730.015 13,3 %
Betrug 681.354 12,4 %
Sexualdelikte 131.335 2,4 %
Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asyl- und das Freizügigkeitsgesetz/EU 205.211 3,7 %
Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen 2.453 0,04 %

Die Tabelle zeigt, dass schwere Gewaltdelikte und Tötungsdelikte im Vergleich zur Gesamtzahl aller registrierten Straftaten nur einen kleinen Anteil ausmachen. Gleichzeitig bleiben Eigentums und Vermögensdelikte weiterhin ein besonders wichtiger Teil des Kriminalitätsgeschehens. Für den Bereich Betrug verweist das BKA 2025 zudem ausdrücklich auf einen Rückgang um 8,4 Prozent.

Entwicklung der Kriminalität im Vergleich zum Vorjahr

Ein Vergleich mit dem Vorjahr zeigt, dass sich die Kriminalität in Deutschland je nach Deliktbereich unterschiedlich entwickelt. Insgesamt ist die Zahl der registrierten Straftaten 2025 zurückgegangen. Auch die Gewaltkriminalität lag mit 212.335 Fällen unter dem Vorjahreswert. Bei den Sexualdelikten zeigt sich dagegen weiterhin ein Anstieg. Das BKA weist hier für 2025 131.335 Fälle und ein Plus von 2,8 Prozent aus.

Damit ergibt sich ein gemischtes Bild: Die Gesamtkriminalität sinkt, gleichzeitig bleiben einzelne sensible Bereiche weiterhin auf einem hohen Niveau. Gerade bei Delikten, die das Sicherheitsgefühl vieler Menschen besonders stark beeinflussen, lohnt sich deshalb eine differenzierte Betrachtung statt eines rein pauschalen Eindrucks.

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Ursachen und Einflussfaktoren

Kriminalität entsteht in der Regel nicht durch eine einzelne Ursache, sondern durch das Zusammenspiel verschiedener gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und individueller Faktoren. Forschungen aus der Kriminologie zeigen, dass bestimmte Rahmenbedingungen die Wahrscheinlichkeit erhöhen können, dass Menschen Straftaten begehen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um direkte Ursachen, sondern um Risikofaktoren, die sich gegenseitig beeinflussen können. Zu den wichtigsten Einflussfaktoren gehören unter anderem:

  • Wirtschaftliche Unsicherheiten: Finanzielle Probleme, Arbeitslosigkeit oder fehlende Zukunftsperspektiven können sozialen Druck erzeugen. Besonders für junge Menschen können eingeschränkte Bildungs und Teilhabemöglichkeiten dazu führen, dass sie sich stärker in problematischen sozialen Umfeldern bewegen.
  • Psychische Belastungen: Psychische Probleme, Stress oder Zukunftsängste können ebenfalls eine Rolle spielen. Gerade bei Kindern und Jugendlichen wird in den letzten Jahren vermehrt über steigende psychische Belastungen berichtet, die sich in Kombination mit anderen Faktoren negativ auf das Verhalten auswirken können.
  • Familiäre Faktoren: Das familiäre Umfeld hat einen großen Einfluss auf die Entwicklung junger Menschen. Konflikte innerhalb der Familie, häusliche Gewalt oder eine geringe Beteiligung der Eltern am Alltag ihrer Kinder können Risikofaktoren für problematisches Verhalten darstellen.
  • Soziale Normen und Gruppeneinflüsse: In manchen sozialen Gruppen können Einstellungen entstehen, die Gewalt legitimieren oder aggressives Verhalten fördern. Besonders sogenannte gewaltlegitimierende Männlichkeitsnormen können dazu beitragen, dass Gewalt als akzeptables Mittel zur Konfliktlösung wahrgenommen wird.

Diese Faktoren zeigen, dass Kriminalität ein komplexes gesellschaftliches Phänomen ist, das nicht auf einzelne Ursachen reduziert werden kann. Daher spielen neben Strafverfolgung auch Prävention, soziale Unterstützung und Bildungsangebote eine wichtige Rolle bei der Kriminalitätsbekämpfung.

Häufige Fragen

Ist die Kriminalitätsrate in Deutschland gestiegen?

Nein, insgesamt ist die Kriminalitätsrate in Deutschland zuletzt nicht gestiegen, sondern gesunken. Laut PKS 2025 registrierte die Polizei 5.508.559 Straftaten, das waren 5,6 Prozent weniger als 2024. Auch die Häufigkeitszahl ging zurück. Einzelne Deliktfelder entwickelten sich allerdings anders, etwa Sexualdelikte, die weiter zunahmen.

Wie hoch ist die Kriminalitätsrate pro 100.000 Einwohner in Deutschland?

Die Kriminalitätsrate lag 2025 bei 6.591 Straftaten pro 100.000 Einwohner. Diese sogenannte Häufigkeitszahl ist der offizielle PKS Wert für Deutschland und eignet sich für Vergleiche besser als die reine Fallzahl. 2024 hatte sie noch bei 6.995 gelegen, sodass die durchschnittliche Belastung im Bundesgebiet zuletzt spürbar zurückging.

Wo ist die größte Kriminalitätsrate in Deutschland?

Die höchste Kriminalitätsrate findet sich unter den Bundesländern weiterhin in Bremen. In der jüngsten offiziell veröffentlichten und gut vergleichbaren Länderübersicht lag Bremen bei 14.998 Straftaten pro 100.000 Einwohner und damit vor Berlin mit 14.719 sowie Hamburg mit 12.147. Solche hohen Werte hängen oft auch mit städtischer Struktur, Pendlerbewegungen und einem anderen Tatgelegenheitsprofil zusammen.

Fazit

Die aktuellen Zahlen der PKS 2025 zeigen, dass die registrierte Kriminalität in Deutschland insgesamt zurückgegangen ist. Gleichzeitig entwickeln sich einzelne Deliktbereiche unterschiedlich. Während die Gesamtzahl der Straftaten und auch die Gewaltkriminalität gesunken sind, bleiben Sexualdelikte und andere sensible Bereiche weiterhin besonders relevant.

Für eine realistische Einschätzung der Sicherheitslage ist deshalb ein differenzierter Blick auf die Statistik wichtig. Kriminalität ist ein komplexes gesellschaftliches Phänomen, das sich nicht auf eine einzige Ursache reduzieren lässt. Neben Strafverfolgung bleiben Prävention, Bildung und soziale Unterstützung wichtige Bausteine für mehr Sicherheit.

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Eine Redakteurin von Reolink, schreibt Blogbeiträge zu Lifestyle- und Technikthemen, teilt clevere Alltagstipps und stellt smarte Gadgets vor. Gleichzeitig als eine Nutzerin der Reolink-Produkte schaut sie beim Schreiben gerne mit der Kamera regelmäßig nach, ob es ihrer Katze zu Hause gut geht.