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Kriminalität in Los Angeles: Wie sicher ist die Stadt?

Kwan5/26/2026
Los Angeles

Los Angeles hat Kriminalitätsprobleme, aber die aktuellen Zahlen zeigen kein simples Bild von einer Stadt außer Kontrolle. 2025 wurden in der City of Los Angeles 230 Tötungsdelikte registriert, nach 284 Fällen im Jahr 2024. Das entspricht einem Rückgang von 19 Prozent und einer homicide rate von 5,9 pro 100.000 Einwohner. Für Besucher und Bewohner heißt das: LA bleibt eine Großstadt mit echten Risiken, doch das persönliche Sicherheitsgefühl hängt stark vom Stadtteil, der Tageszeit und der konkreten Situation ab.

Aktuelle Kriminalitätsrate in Los Angeles

Die wichtigste Entwicklung betrifft die Tötungsdelikte. Laut der Stadt Los Angeles erreichte die Zahl der homicides im Jahr 2025 den niedrigsten Stand seit 1966. NBC Los Angeles nennt dazu die konkreten Werte: 230 homicide deaths im Jahr 2025, gegenüber 284 im Jahr 2024. Pro 100.000 Einwohner lag die homicide rate damit bei 5,9.

Auch bei Schusswaffenopfern gab es einen Rückgang. Die Zahl der shooting victims sank laut LAPD von 981 im Jahr 2024 auf 899 im Jahr 2025. Das entspricht einem Minus von 8 Prozent. Dieser Punkt ist wichtig, weil er zeigt, dass nicht nur die Mordzahl sank, sondern auch ein weiterer Indikator für schwere Gewalt zurückging.

Für 2024 meldete Los Angeles ebenfalls deutliche Verbesserungen. Die sogenannten Person Crimes, die historisch mit violent crimes vergleichbar sind und homicide, rape, robbery und aggravated assault umfassen, gingen um 2.586 Fälle zurück. Da 2023 insgesamt 30.574 Person Crimes registriert wurden, lag der Wert 2024 rechnerisch bei etwa 27.988 Fällen.

Besonders deutlich sank aggravated assault. 2023 gab es 20.042 Fälle, 2024 waren es 2.371 weniger, also rechnerisch rund 17.671 Fälle. Rape sank um 97 Fälle, von 1.505 Fällen im Jahr 2023 auf rund 1.408 Fälle im Jahr 2024. Robbery blieb fast unverändert: 8.637 Fälle im Jahr 2024 gegenüber 8.696 Fällen im Jahr 2023.

Quelle:

Eigentumskriminalität bleibt das Alltagsrisiko

Für viele Menschen in Los Angeles ist nicht schwere Gewalt das wahrscheinlichste Problem, sondern Eigentumskriminalität. Dazu gehören burglary, motor vehicle theft, theft from motor vehicle und theft. Genau in diesen Kategorien sieht man hohe Fallzahlen, auch wenn die Richtung 2024 nach unten ging.

Die Citywide Property Crimes sanken 2024 um 7.259 Fälle. Im Jahr 2023 wurden 109.025 Property Crimes registriert, 2024 lag der Wert damit rechnerisch bei etwa 101.766 Fällen. Das ist immer noch eine sehr hohe absolute Zahl. Für den Alltag bedeutet das: Autoeinbrüche, Diebstahl aus Fahrzeugen, Wohnungseinbrüche und einfacher Diebstahl bleiben reale Themen.

Bei burglaries sank die Zahl um 1.092 Fälle, ausgehend von 15.340 Fällen im Jahr 2023. Motor Vehicle Thefts gingen um 1.963 Fälle zurück, nach 26.827 Fällen im Jahr 2023. Besonders greifbar ist theft from motor vehicle: 2023 wurden 30.788 Fälle gemeldet, 2024 waren es 3.988 weniger. Trotzdem bleibt genau diese Kategorie für Touristen und Bewohner besonders relevant.

Der Grund ist simpel: Los Angeles ist eine Autostadt. Viele Besucher fahren mit Mietwagen zu Stränden, Einkaufszentren, Aussichtspunkten und Hotels. Ein sichtbarer Rucksack, ein Laptop auf dem Rücksitz oder ein Koffer im Auto kann reichen, um ein Fahrzeug interessant zu machen. Wer die Kriminalitätsrate in Los Angeles praktisch verstehen will, sollte deshalb nicht nur auf homicide schauen, sondern auch auf Fahrzeugdiebstahl und Diebstahl aus Autos.

Gewaltkriminalität im Vergleich zu Eigentumskriminalität

Schwere Gewaltverbrechen wie bewaffnete Raubüberfälle oder Tötungsdelikte konzentrieren sich in der Regel auf ganz bestimmte Bezirke. Die Statistik des LAPD zeigt beispielsweise, dass die Zahl der Tötungsdelikte in den letzten Jahren bei rund 300 bis 330 Fällen pro Jahr lag. Das ist bei einer Einwohnerzahl von fast 4 Millionen Menschen eine Quote, die zeigt, dass man als Tourist oder regulärer Bürger äußerst selten in den Fokus solcher Taten gerät, sofern man die bekannten Problemzonen meidet. Die Mehrheit dieser Delikte steht im direkten Zusammenhang mit dem organisierten Bandenwesen oder internen Konflikten im Drogenmilieu.

Ist Los Angeles insgesamt gefährlich?

Los Angeles ist nicht pauschal gefährlich, aber die Stadt verlangt Aufmerksamkeit. Die Zahlen zeigen zwar Rückgänge bei mehreren schweren Delikten, doch die absoluten Fallzahlen bleiben hoch. Fast 102.000 Property Crimes im Jahr 2024 sind kein kleines Randthema. Auch rund 28.000 Person Crimes im selben Jahr zeigen, dass Gewaltkriminalität nicht ignoriert werden sollte.

Für Touristen ist LA meist gut planbar, wenn sie sich vernünftig verhalten. Viele bekannte Orte wie Santa Monica, Beverly Hills, Griffith Observatory, Universal Studios, West Hollywood oder stark frequentierte Strandbereiche lassen sich normal besuchen. Das heißt aber nicht, dass dort nichts passieren kann. An touristischen Orten geht es eher um Taschendiebstahl, Betrug, Autoeinbrüche, aggressive Situationen am Abend oder Diebstahl aus geparkten Fahrzeugen.

Für Bewohner ist die Frage deutlich lokaler. Die durchschnittliche Kriminalitätsrate der ganzen Stadt sagt wenig über eine konkrete Adresse aus. Zwei Blocks können in Los Angeles völlig unterschiedlich wirken. Entscheidend sind Wohnlage, Parkplatzsituation, Beleuchtung, Zugangskontrolle, Nachbarschaft und Pendelweg.

Welche Gegenden in Los Angeles gelten als riskanter?

In Los Angeles ist Kriminalität nicht gleichmäßig verteilt. Einige Bereiche werden in Sicherheitsratgebern besonders häufig genannt, darunter Skid Row, Teile von Downtown Los Angeles, bestimmte Gegenden von South Los Angeles sowie einzelne Abschnitte rund um touristische Hotspots. Solche Hinweise sollten nicht als pauschales Urteil über ganze Communities verstanden werden.

Skid Row ist für viele Besucher der sichtbarste Brennpunkt. Dort treffen Obdachlosigkeit, Suchtprobleme, psychische Erkrankungen und soziale Not auf engem Raum zusammen. Nicht jede Situation ist gefährlich, aber das Sicherheitsgefühl kann dort deutlich niedriger sein. Wer Los Angeles nicht gut kennt, sollte diese Gegend besonders nachts meiden.

Downtown Los Angeles ist gemischt. Es gibt Bürogebäude, Hotels, Restaurants und Kulturorte, aber auch Straßen, die abends leer oder angespannt wirken. Eine Unterkunft in Downtown kann praktisch sein, sollte aber sehr genau nach Lage gewählt werden.

South Los Angeles ist groß und vielfältig. Der Name allein sagt wenig über die konkrete Sicherheit einer Straße aus. Manche Nachbarschaften sind normale Wohngebiete, andere haben höhere Kriminalitätswerte. Wer dort wohnen, studieren oder arbeiten möchte, sollte konkrete Adressen prüfen und lokale Crime Maps nutzen.

Hollywood Boulevard und Venice Beach zeigen ein anderes Risiko. Tagsüber sind beide Orte belebt und für viele Besucher Teil des LA-Erlebnisses. Am Abend können einzelne Straßen unangenehmer wirken, vor allem wenn Gedränge, Alkohol, Drogen, leere Seitenstraßen und touristische Unübersichtlichkeit zusammenkommen.

Warum fühlt sich Los Angeles trotz sinkender Zahlen unsicher an?

Das Sicherheitsgefühl folgt nicht nur der Statistik. Los Angeles hat sichtbare soziale Probleme, die viele Besucher sofort wahrnehmen: Obdachlosigkeit, Zeltlager, offene Drogenprobleme und Menschen in psychischen Ausnahmesituationen. Diese Eindrücke können verunsichern, auch wenn sie nicht automatisch bedeuten, dass ein Angriff wahrscheinlich ist.

Hinzu kommt die Größe der Stadt. Los Angeles verändert sich schnell von Straße zu Straße. Ein Block kann hell, belebt und touristisch wirken, der nächste leer, dunkel und angespannt. Deshalb berichten zwei Reisende manchmal völlig unterschiedlich über dieselbe Stadt.

Medienberichte verstärken den Effekt. Ein einzelner Raub, ein virales Video oder ein Bericht über Ladendiebstahl bleibt stärker im Kopf als eine Statistik über sinkende homicide deaths. Genau deshalb ist der Blick auf konkrete Zahlen wichtig: 2025 sank die Zahl der Tötungsdelikte auf 230, gleichzeitig blieben Eigentumsdelikte mit rund 101.766 Fällen im Jahr 2024 ein großes Alltagsthema.

Los Angeles im Vergleich zu Kalifornien und anderen US-Städten

Los Angeles wirkt wegen seiner Größe oft gefährlicher, als eine reine Rate zeigt. Absolute Fallzahlen sind hoch, weil die Stadt groß ist. Für Vergleiche braucht man deshalb Raten pro Einwohner und klare Stadtgrenzen.

Bei homicide lag Los Angeles 2025 bei 5,9 pro 100.000 Einwohner. Das ist für europäische Leser hoch, liegt aber deutlich unter den Werten vieler US-Städte, die in Gewaltkriminalitätsrankings regelmäßig weiter oben erscheinen. Gleichzeitig darf man daraus nicht schließen, LA sei harmlos. Die hohe Zahl an property crimes und die starke räumliche Ungleichheit bleiben entscheidend.

Für Kalifornien insgesamt meldete das California Department of Justice 2024 ebenfalls rückläufige Werte in wichtigen Kategorien. Die aggravated assault rate sank 2024 um 6,5 Prozent, und die motor vehicle theft rate ging um 15,2 Prozent zurück. Gleichzeitig lag motor vehicle theft 2024 noch 20,6 Prozent über dem Niveau von 2019. Dieser Punkt passt gut zu Los Angeles: Die Lage verbessert sich in einigen Kategorien, aber Fahrzeugkriminalität bleibt ein Thema.

Sicherheitstipps für Los Angeles

Wer Los Angeles besucht, muss nicht ängstlich sein. Ein paar klare Regeln reduzieren das Risiko aber deutlich:

  • Lassen Sie keine Taschen, Kameras, Laptops oder Koffer sichtbar im Auto.
  • Parken Sie möglichst auf bewachten oder gut beleuchteten Parkplätzen.
  • Prüfen Sie die genaue Lage Ihrer Unterkunft vor der Buchung.
  • Nutzen Sie nachts Fahrdienste, wenn Sie die Gegend nicht kennen.
  • Tragen Sie Handy, Geld und Ausweis in Menschenmengen nah am Körper.
  • Meiden Sie leere Straßen, Unterführungen und schlecht beleuchtete Bereiche spät am Abend.
  • Informieren Sie sich bei längeren Aufenthalten über lokale Crime Maps.
  • Bewerten Sie nicht nur den Namen eines Viertels, sondern die konkrete Adresse.

Für längere Aufenthalte lohnt sich ein Blick auf die Sicherheit rund um Wohnung, Ferienhaus oder Parkplatz. Gute Beleuchtung, stabile Türen, gesicherte Eingänge, sichere Paketannahme, Nachbarschaftskontakte und einfache Überwachungslösungen können Alltagsrisiken reduzieren. Das ist keine Panikreaktion, sondern normale Vorbereitung in einer Großstadt mit hoher Mobilität und sehr unterschiedlichen Stadtteilen.

Bei längeren Aufenthalten zählt aber auch die Sicherheit rund um Unterkunft, Parkplatz oder Eingangsbereich. Reolink Überwachungskameras helfen dabei, solche Bereiche im Blick zu behalten, ohne ständig selbst vor Ort sein zu müssen. Je nach Modell ermöglichen sie Live-Ansicht per App, intelligente Personen- oder Fahrzeugerkennung, Zwei-Wege-Audio und lokale Speicherung ohne monatliche Pflichtgebühren. Besonders praktisch ist das, wenn Sie ein Ferienhaus, Apartment, Auto oder Paketbereich zuverlässiger überwachen möchten.

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FAQs

Ist Los Angeles eine sichere Stadt?

Los Angeles ist für viele Besucher gut bereisbar, aber keine Stadt für völlige Sorglosigkeit. 2025 sank die Zahl der Tötungsdelikte auf 230, den niedrigsten Stand seit 1966. Das Risiko hängt stark von Stadtteil, Tageszeit und Verhalten ab. Wertsachen im Auto, leere Straßen nachts und schlecht gewählte Unterkünfte bleiben typische Schwachpunkte.

Welche Stadt in den USA hat die höchste Kriminalität?

Eine einzige Stadt lässt sich nicht seriös nennen, weil Rankings je nach Mordrate, Gewaltkriminalität oder Gesamtkriminalität anders ausfallen. Bei Mordraten tauchen häufig Städte oder Counties wie Memphis beziehungsweise Shelby County, St. Louis, Baltimore oder Detroit weit oben auf. Los Angeles hat hohe absolute Fallzahlen, liegt bei Raten pro Einwohner aber nicht automatisch an der Spitze.

Ist Kriminalität ein Problem in Los Angeles?

Ja, Kriminalität bleibt in Los Angeles ein reales Problem, vor allem bei Eigentumsdelikten. Für Reisende sind Autoeinbrüche, Diebstahl aus Fahrzeugen, Taschendiebstahl und unsichere Parkplätze oft relevanter als schwere Gewalt. Gewaltkriminalität ist stärker lokal konzentriert. Wer Unterkunft, Parkplätze und Wege bewusst auswählt, senkt sein persönliches Risiko deutlich.

Wo ist die Kriminalitätsrate am höchsten weltweit?

Weltweite Vergleiche sind schwierig, weil Länder und Städte Straftaten unterschiedlich erfassen. Bei Mordraten stehen in internationalen Listen häufig Städte in Mexiko, Brasilien, Südafrika oder Venezuela weit oben. Eine verbreitete Auswertung nennt Zamora in Mexiko mit 125,94 Tötungsdelikten pro 100.000 Einwohner als besonders hoch belastete Stadt. Solche Listen zeigen vor allem homicide rates, nicht jede Form von Kriminalität.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Los Angeles bei Einhaltung grundlegender Sicherheitsmaßnahmen ein wunderbares und absolut lohnenswertes Reiseziel ist. Lassen Sie sich nicht von Mythen oder übertriebenen Medienberichten abschrecken, sondern bereiten Sie sich stattdessen mit den richtigen Informationen sachlich auf Ihren Aufenthalt vor. Informieren Sie sich vorab genau über die exakte Lage Ihrer Unterkunft, meiden Sie die bekannten Problemviertel bei Nacht und vertrauen Sie stets auf Ihr gesundes Bauchgefühl. Mit einer gesunden Portion Aufmerksamkeit steht einer unvergesslichen Zeit in der Stadt der Engel nichts im Wege.

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Eine Redakteurin von Reolink, schreibt Blogbeiträge zu Lifestyle- und Technikthemen, teilt clevere Alltagstipps und stellt smarte Gadgets vor. Gleichzeitig als eine Nutzerin der Reolink-Produkte schaut sie beim Schreiben gerne mit der Kamera regelmäßig nach, ob es ihrer Katze zu Hause gut geht.